Thesen zu den Vorfahren der Merowinger

    1. Die ältesten Vorfahren der Merowinger waren keine Germanen, sondern Sarmaten (Wanderhirten aus Innerasien, aber europider/nordiranischer Herkunft).
    2. In der „fränkischen Wandersage“ steckt in Kurzform ein Bericht über das langsame Vorrücken der Sarmaten von Ost nach West nördlich des Schwarzen Meeres in mehreren Jahrhunderten vor und nach Christi Geburt.
    3. Die „Troja-Legende“, die angebliche Abstammung der „Franken“ von Flüchtlingen aus Troja, war erst der Endpunkt einer bewussten Verschleierung .
    4. Die Familie der Merowinger besaß eine schriftliche Ahnentafel über ihre Vorfahren aus der königlichen Familie der Sarmaten; sie benannte um die 40 Generationen in fast 1000 Jahren, beginnend im 5. Jahrhundert v. Chr. Die Ahnentafel wurde unter den frühen merowingischen Königen zensiert und unter Verschluss genommen, muss aber (als Abschrift auf Pergament ?) noch im Hochmittelalter vorhanden gewesen sein.
    5. Ein kleiner Teil der Sarmaten wurde etwa um 300 n. Chr. als Panzerreiter zu einer römischen Föderatentruppe, mit Frauen, Kindern und Gesinde in der Festung „Sicambria“ beim heutigen Budapest am Donau-Limes angesiedelt.
    6. Während ihrer Stationierung in Sicambria bekämpfte die Truppe im Auftrag des Kaisers Valentinian I. um 366 eine Schar räuberischer Alanen und erhielt als Belohnung zehn Jahre Steuerfreiheit.
    7. Nach Ablauf dieser Steuerfreiheit erschlugen die „Sicambrier“ einen römischen Steuereinnehmer mit Leibwache, mussten dann aber vor einem Vergeltungsangriff römischer Truppen mit Familien und Herden flüchten (vielleicht nur 2000 Menschen, darunter 500 Krieger).
    8. Die Flucht (um 378) führte die Sicambrier nach Thüringen; dort siedelten sie sich für eine relativ kurze Zeit an.
    9. Die archäologischen Funde südosteuropäischer Reiterkrieger aus der Völkerwanderungszeit in Thüringen stammen von diesen Sarmaten, nicht von Hunnen.
    10. Nach Streit mit den germanischen Thüringern mussten die Sicambrier aus der Mitte Germaniens flüchten; von römischen Beauftragten wurden sie erneut zum Militärdienst geworben.
    11. Um das Jahr 407/408 bemannten die Panzerreiter aus Sicambria in römischem Auftrag das Castrum Vetera (II) an der Mündung der Lippe in den Rhein beim heutigen Xanten, blieben dort aber nur wenige Jahre.
    12. Während des Aufenthaltes am Rhein heiratete ein Sohn aus der sicambrischen Fürstenfamilie eine Tochter aus der „heiligen Königsfamilie“ der Nachkommen der einst von den Römern aus dem Sauerland an den linken Niederrhein umgesiedelten Sigambrer. Die jetzt als Cugerner bezeichneten Germanen lebten in der Nachbarschaft von Xanten. Der Sohn aus dieser Ehe erbte die „Heiligkeit“ und deren Abzeichen, die „Eberhaut“.
    13. Nach erneuter Verlegung nach Nordfrankreich durch römische Militärbehörden (etwa ab 415) machte sich der sarmatische Soldatenclan der Sicambrier zu Herren der dort in Westflandern benachbarten germanischen Salier (unbekannt wie und warum).
    14. In der turbulenten ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts kam es zu einer weiteren „heiligen Ehe“ eines Sicambrier-Fürsten mit einer Erbin aus der Familie der „Fischerkönige“ in Gallien, die nach dem Volksglauben leibliche Nachkommen Jesu aus seiner Ehe mit Maria Magdalena waren und weithin verehrt wurden.
    15. Diese Annahme ist die plausibelste Erklärung für die „Heiligkeit“ der Merowingerkönige, die über Jahrhunderte historisch nachweisbar war.
    16. Nach der Taufe des Königs Chlodwig (um 500) als katholischer Christ musste jede Erinnerung an die möglichen leiblichen Nachkommen Jesu getilgt werden; dies dürfte Ursache für die bekannte völlige Unklarheit über die direkten Vorfahren der historischen Merowingerkönige sein.
    17. Auch andere wichtige Vorgänge der letzten 100 Jahre sollten verschwiegen werden; die ersten historischen Berichte über die „Franken“ im Frühmittelalter wurden entsprechend zensiert.
    18. König Chlodwig nahm als erster bewusst den Titel „rex Francorum“ an; in diesem Zusammenhang wurde ein „Spitzenahn“ Francus erfunden und in die Ahnentafel (s. o.) eingefügt, angeblich 500 Jahre vor Chlodwig.