Eine uralte Königsliste ?

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Unmöglich ist also eine über mehrere hundert Jahre schriftlich fortgeführte Königsliste selbst in so früher Zeit keineswegs. Und es lässt sich vorstellen, dass sie bis in die Zeiten König Chlodwigs in der Familie des jeweiligen Herrschers sorgfältig gehütet wurde.

Die Existenz einer solchen Liste – wenn auch nicht ihr genauer Inhalt – lässt sich sogar historisch
n a c h w e i s e n. Als Chlodwig die christliche Taufe empfangen hatte, erhielt er ein Glückwunschschreiben des Metropoliten (Bischofs) von Vienne, Avitus, Darin erwähnt er ein „Stemma priscae originis“ der königlichen Familie (zitiert bei E. Ewig, Trojamythos, S. 25, Anm. 103), „eine Ahnentafel der uralten Herkunft“. Auch wenn der Bischof Avitus wohl kaum den genauen Inhalt dieser Ahnentafel gekannt haben dürfte, so wurde die Existenz einer solchen Liste offenbar bis dahin durchaus nicht geheim gehalten. Gerade das von Avitus verwendete, aus dem Griechischen übernommene Wort „Stemma“ zeigt, dass es sich hier
n i c h t um ein ausführliches Buch gehandelt haben kann, sondern um eine Art genealogischer Liste, denn genau diese Bedeutung hatte im Lateinischen das Fremdwort.

Was geschah mit dieser Ahnentafel im weiteren Verlauf der Geschichte ?

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